HiAZ 26.11.2007, alle Presseberichte 1.Herren aus der Saison 2007/2008

Weiter im Höhenflug

Mit einem lockeren 3:0-Sieg gegen den SV Warnemünde verteidigt der TSV Giesen/Hildesheim die Tabellenführung. Aber Trainer Laurenz Weiner kritisiert: „In Aufschlag und Annahme müssen wir uns kräftig steigern.“

Giesen/Hildesheim (cen). Der Höhenflug des TSV Giesen/Hildesheim in der 2. Volleyball-Bundesliga hält an. Die Gastgeber mussten noch nicht einmal ein Glanzleistung abrufen, um die biederen Gäste vom SV Warnemünde klar mt 3:0 zu besiegen.
Allerbeste Abendunterhaltung sieht sicherlich anders aus. Zu wenig abwechslungsreich, kaum spannend, selten überraschend – so plätscherte die Partie etwas mehr als eine Stunde ziemlich langweilig dahin. Die dürftige Darbietung lag in erster Linie an einem indisponierten Gästeteam. Wenigstens konnte sich der TSV samt Anhang am Ende ausgelassen über das Ergebnis freuen – und damit die Tabellenführung festigen.
Praktisch vom ersten Ballwechsel an hatten die Hausherren Oberwasser. Vor allem die klägliche Aufschlagquote der Besucher von der Ostseeküste spielte ihnen in die Karten. Mit 25:16 ging der erste Durchgang aufs Giesener Konto.
Verändertes Bild im zweiten Satz. Warnemünde konnte sogar mit 8:7 in Führung gehen. Doch eingeleitet von einer Serie guter Aufschläge und einer konzentrierten Leistung in Angriff und Block (Roman Kammer, Henning Machtens) schaffte der TSV die Wende und hatte schließlich mit 25:22 das bessere Ende für sich.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die ohnehin schon bescheidene Gegenwehr des SVW gebrochen. Den dritten Abschnitt holte sich Giesen/Hildesheim mit 25:20. Wie schon den zweiten Satz beendeten die Gäste auch diesen Durchgang mit einem Fehlaufschlag. Bezeichnend!
„Was soll’s?“ wird man sich beim TSV gelassen fragen. Klar gewonnen, deutlich dominiert, keine Schwäche gezeigt – die Konkurrenz in der 2. Liga kann sich auch in den nächsten Wochen auf eine selbstbewusste Mannschaft aus Giesen und Hildesheim einstellen. Wer gegen Srdan Popovic und Co. gewinnen will, muss wesentlich mehr aufbieten als die harmlosen Warnemünder.

Stimmen zum Spiel

Laurenz Weiner, TSV-Trainer: „Wir hätten die einzelnen Sätze auch viel deutlicher gewinnen können. Doch einiges lief bei uns etwas eckig. An Aufschlag und Annahme müssen wir kräftig arbeiten. Aber wir haben eine gute Qualität in Angriff und Block. Dennoch werden wir im Training die Intensität steigern, um unsere Ziele zu erreichen. Ich sehe uns noch nicht auf einem Niveau mit den dominierenden Zweitliga-Mannschaften der vergangenen Jahre wie zum Beispiel Bad Dürrenberg oder Königs Wusterhausen. Da fehlt es oft noch an der Präzision und Durchsetzungswillen.“
Dirk Papenhagen, Trainer SV Warnemünde: „Wir hatten bestimmt viel zu viel Respekt. Aufschlag und Annahme haben überhaupt nicht geklappt. So kann man in Giesen natürlich nicht gewinnen. Der TSV hat alle Möglichkeiten, in diesem Jahr den Meistertitel zu holen. Vor allem die starke Bank könnte den Ausschlag geben.“
Konrad Nave, Vorsitzender des TSV Giesen: „Ich wette, dass wir auch die nächsten drei Spiele bis zur Weihnachtspause gewinnen.“
Roland Kamper, Abteilungsleiter: „Das Spiel war eine klare Angelegenheit. Was mich noch mehr freut: Mehr als 300 Zuschauer haben wieder einmal für eine tolle Stimmung in unserer Halle gesorgt.“
Alexander Schnipkoweit, TSV-Spieler: „Meine Probleme mit der Patellasehne sind wieder aufgebrochen. Deswegen musste ich im dritten Satz auf der Bank bleiben. Hoffentlich kriegen wir das schnell wieder in den Griff.“
Henning Machtens, TSV-Spieler: „Wir haben noch viel mehr Potenzial in der Mannschaft.“

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