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HiAZ 03.12.2007, alle
Presseberichte 1.Herren aus der Saison 2007/2008
3:1-Sieg nach doppelter Verspätung
Tabellenführer TSV Giesen/Hildesheim nimmt auch die
schwere Hürde in Berlin
Giesen/Hildesheim
(cen). Durchatmen beim Spitzenreiter der 2. Volleyball-Bundesliga: Mit 3:1 nahm
der TSV Giesen/Hildesheim am Sonnabend die schwere Auswärtshürde beim Zurich
Team VCO Berlin. Dass sich die Schützlinge vom Trainergespann Laurenz Weiner/Matthias
Polkähn dabei nicht mit Ruhm bekleckerten und eine über weite Strecken
bescheidene Leistung zeigten – sei’s drum.
Eine unfreiwillige Rundfahrt durch die Hauptstadt führte dazu, dass der Bus mit
der Mannschaft und rund 20 erwartungsfrohen TSV-Fans mit deutlicher Verspätung
an der VCO-Halle ankam. Und auch in die Partie startete der Tabellenführer mit
„Verspätung“. Die Hausherren hatten keine Mühe, die zunächst indisponierten
Giesener in Schach zu halten. Erst mit der Einwechslung von Roman Kammer für
Dirk van Zwoll ging so etwas wie ein Ruck durch die Reihen des Favoriten. Doch
um den ersten Satz noch herumzureißen, war es zu spät. 23:25 hieß es am Ende aus
Sicht von Giesen/Hildesheim.
Kammer blieb auf dem Feld und wurde zum wichtigsten Aktivposten beim TSV. „Roman
hat endlich die nötige Stimmung gebracht“, konstatierte Laurenz Weiner. So hatte
es sich schnell rentiert, dass der Außenangreifer, der bis mittags noch
gearbeitet hatte, der Mannschaft hinterher gereist war.
Im zweiten Satz agierten die Giesener wie verwandelt – lautstark unterstützt von
der mitgereisten Fangruppe. Mit 25:18 gelang der Satzausgleich. Die Sätze drei
und vier waren aber ein zähes Ringen. „Positiv war schließlich, dass wir die
wichtigen Punkte gemacht haben“, betonte Trainer Weiner. Mit 27:25 und 29:27
sicherten sich die Gäste letztlich den Sieg. Für die Berliner war es die erste
Heimniederlage der Saison.
Weiners Fazit: „Unsere Aufschläge waren zu drucklos. Dafür stand die Annahme
relativ sicher. Libero Matthias Merten hat eine gute Leistung geboten. Ich habe
aber den Eindruck, die Mannschaft geht ein wenig zu sorglos mit der Situation um
und läuft ständig Gefahr, den Gegner nicht ernst zu nehmen.“
Das könnte auch am nächsten Sonnabend zum Problem werden, wenn von 20 Uhr an in
der Sporthalle Giesen Fortuna Bonn zu Gast ist. Unterschätzungsgefahr: 100
Prozent. Denn die Rheinländer sind Tabellenletzter.
(c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung
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