HiAZ 19.12.2008, alle Presseberichte 1.Herren aus der Saison 2008/2009

Volleyballer geben ihren Gästen die rote Laterne mit

Nach 3:2-Sieg gegen VCO Berlin schöpft Erstligist TSV Giesen/Hildesheim wieder Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg – muss aber noch abgeklärter werden

Hildesheim (ak). Der zweite Saisonsieg ist unter Dach und Fach – aber erst nach großem Zittern. Die Volleyballer des TSV Giesen/Hildesheim gewannen gestern Abend vor fast 1000 Zuschauern in der Halle 39 gegen das Zurich Team VCO Berlin mit 3:2 (27:25, 25:22, 23:25, 22:25, 15:12) und gaben den Gästen die rote Laterne des Schlusslichtes mit auf den Heimweg. Allerdings hatten sich die Giesener nach dem Gewinn der ersten beiden Sätze gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner nicht gerade mit Ruhm bekleckert. „Egal, Hauptsache gewonnen. Wir müssen nur cooler werden“, meinte Trainer Michael Mücke. Sein VCO-Kollege Söhnke Hinz sagte: „Der TSV hat nicht glücklich gewonnen, sondern durch wichtige Bälle in den entscheidenden Momenten.“

Die Hausherren hatten druckvoll losgelegt. Nach einer Viertelstunde stand es 14:8. Doch die Gäste um den baumlangen Außenangreifer Christian Fomm (2,04 Meter) hielten dagegen. Riesenkampf brachte den Punkt zum 24:22. Die Halle stand. Ein Angriff von Fromm schlug knapp neben der Auslinie ein – Satz eins gewonnen. Das Zurich Team um den sicheren Libero Fabian Kohl schlug zurück. Erst eine Aufschlagserie von Dirk van Zwoll brachte einen 19:14- Vorsprung. Der zweite Satzball führte zum 25:22-Sieg, weil Berlins Fromm ins Netz schlug. Würde es ein schnelles Drei-Satz-Spiel geben? TSV-Sportdirektor Ulrich Nordmann skeptisch: „Warten wir erst mal die Zehn-Minuten- Pause ab.“ Spektakulär mit Fuß (Alexander Schnipkoweit) und Hechter (Cutino) wurde im dritten Satz das 5:4 durch Zwoll erkämpft. Doch es blieb eng. Das 23:25 besiegelte ein Berliner Angriffsball, der vom TSV-Block ins eigene Feld abprallte. Im vierten Satz machte der  TSV einige Fehler. Nach einem 20:15- Vorsprung verschlug Zwoll den entscheidenden Ball zum 22:25 ins Aus. Der Tiebreak musste entscheiden.

Das Zittern ging also weiter. Mühsam musste Punkt um Punkt erarbeitet werden. Keiner konnte sich gravierend absetzen – 7:4, 8:5, 10:9 und 12:11. Jetzt ging es nur noch um die besseren Nerven. Den alles entscheidenden Angriff schloss Cutino mit einem Heber ab. Drei Berliner sprangen dem Ball entgegen, kamen dabei ins Netz, Pfiff des Schiedsrichters, Aus und vorbei – der Rest war pure Freude der Gastgeber und ihrer Fans.

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