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HiAZ 16.11.2009, alle Presseberichte 1.Herren aus der Saison 2008/2009 Volleyballer haben Spitze vor Augen Zwei Spiele, zwei Siege, zweiter Platz / Trainer Schöps lobt Mannschaft: „Aggressiv und konzentriert“ Giesen/Hildesheim (cen). Das war ein Wochenende nach Maß für den Volleyball- Zweitligisten TSV Giesen/48 Hildesheim. Zwei Spiele, zwei Siege, zweiter Platz in der Tabelle – Spitzenreiter Leverkusen haben sie direkt vor Augen. „Ich bin sehr zufrieden, weil sich die Mannschaft klar gesteigert hat“, beschrieb Trainer Michael Schöps seine Gefühlslage nach dem 3:1-Auswärtserfolg gegen die SVG Lüneburg und dem 3:0 im Heimspiel gegen den SV Lindow/Gransee. Leicht verunsichert war der Meisterschaftsaspirant am Sonnabend nach Lüneburg gefahren. Zum einen hatte die Heimniederlage gegen Schöneiche angedeutet, dass es in dieser Saison wohl etliche Fallstricke geben würde. Zum anderen musste Trainer Schöps erstmals in dieser Saison auf Diagonalspieler Henning Machtens verzichten, der beruflich verhindert war. Dessen Part übernahm zunächst Kapitän Alexander Schnipkoweit. Im Mittelblock kam Benny Stefanski zum Einsatz, der erst vor Wochenfrist gegen Schöneiche umgeknickt war und für längere Zeit auszufallen drohte. Doch die Verletzung stellte sich als nicht so schwerwiegend heraus, so dass Schöps wieder auf den 24-Jährigen zurückgreifen konnte. Hauke Wagner setzt Akzente Die Akzente an diesem Abend vor fast 400 Zuschauern in Lüneburg setzte aber ein anderer Akteur in Reihen des TSV/48: Hauke Wagner. Der 22-jährige war im Angriff nicht zu bremsen und bot eine überragende Leistung. An ihm richtete sich das gesamte Team auf und ließ phasenweise die Niederlage gegen Schöneiche vergessen. Mit 25:17 und 25:20 dominierte der Favorit die Anfangsphase der Partie, ohne selbst zu glänzen. Giesen/Hildesheim profitierte vielmehr von zahlreichen Fehlern auf Seiten der Hausherren. Im dritten Durchgang ließen es die Mannen von Coach Schöps dann arg leichtfertig angehen. Die Quittung kassierten sie prompt: Mit 20:25 gaben sie erstmals in dieser Saison einen Satz bei einem Auswärtsspiel ab. Der Warnschuss kam zur rechten Zeit, denn im vierten Abschnitt präsentierte sich die Mannschaft deutlich zielstrebiger. Niklas Tharsen hatte mittlerweile Schnipkoweit ersetzt, dem Kniebeschwerden zu schaffen machten. Immer wieder war es nun Wagner, der mit seinen Schmetterschlägen Eindruck hinterließ. Am Ende stand ein standesgemäßer 25:16-Erfolg. Der vierte Satz in Lüneburg – wer hätte dies bei der nächtlichen Rückfahrt geahnt –, sollte so etwas wie der Schlüssel zum Erfolg auch in der Partie tags darauf gegen den SV Lindow/Gransee sein. Denn gegen den Aufsteiger knüpfte der TSV/48 nahtlos an die Leistung vom Vortag an. Die Brandenburger, die zuletzt mit zwei Siegen aufhorchen ließen, wurden vom Angriffswirbel der Gastgeber kräftig durchgeschüttelt. Machtens und Wagner punkteten reihenweise im Angriff, und weil auch der Block sehr konzentriert agierte, blieben die Gäste chancenlos. Selbst Gil Ferrer Cutino, der in der vergangenen Saison noch im Dress von Giesen/Hildesheim agierte, konnte sich nicht durchsetzen. Der sonst so frohgelaunte Kubaner mit deutschem Pass erlebte das Spielende frustriert auf der Bank. Schöps hatte gleich nach dem Matchball den entscheidenden Faktor für den glatten Erfolg ausgemacht: „Die Mannschaft hatte eine tolle Atmosphäre auf dem Feld. Aggressiv und konzentriert. Und dafür ist sie belohnt worden.“ Die 420 Zuschauer hatten ebenfalls ihren Spaß. Nachdem sie in den zurückliegenden Heimspielen oft um ihre Lieblinge zittern mussten, quittierten sie den 25:17, 25:15 und 25:20-Sieg nach zwei Stunden Spielzeit mit stehendem Applaus. Am kommenden Wochenende ist der TSV Giesen/48 Hildesheim spielfrei. Danach steht wieder ein Heimspiel im Plan: Am 28. November um 20 Uhr wird der jetzige Tabellenachte DJK Delbrück in der Giesener Sporthalle an der Emmerker Straße erwartet. Die Hausherren wollen an die jetzigen beiden Erfolge anknüpfen und erneut sagen können: Wieder ein Wochenende nach Maß. (c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung |