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HiAZ 27.11.2009, alle Presseberichte 1.Herren aus der Saison 2008/2009 Abwechslung mit Pasta und Reis Volleyball-Wohngemeinschaft: Nick und Mick leben auf eigenen Wunsch unter einem Dach
Eine der Volleyball-Wohngemeinschaften in dieser Saison gibt es in Ahrbergen, hier wohnen der Bayer Maximilian Kaufmann und der Brasilianer Edson Barbosa da Silva zusammen. Barbosa da Silva ist derzeit als Sprachschüler in Deutschland, da passte es ganz gut, dass Sportdirektor Ulrich Nordmann aus der Volleyball-Szene einen entscheidenden Tipp bekommen hatte. Nun kann Barbosa da Silva in Hildesheim ausgiebig Deutsch lernen und dazu noch in der Freizeit seinem Hobby Volleyballspielen frönen. Auch Kaufmann dürfte seinen Spaß am Wohngenossen haben, vertreibt er sich doch gerne die Freizeit mit Sprachstudien. Bisher waren es englisch, italienisch und tschechisch, jetzt kommt automatisch noch portugiesisch dazu. Zwei ähnlich unterschiedliche Kulturen prallen direkt in Giesen aufeinander. Hier wohnen Michael „Mick“ Andrei und Nicholas „Nick“ Goldsbrough-Reardon in einer Parterre-Wohnung. Der gebürtige Rumäne Mick und der Australier Nick kennen sich erst seit ein paar Wochen, aber man zog auf eigene Bitten schnell zusammen. Vom Naturell her scheint es zu passen, beide sind eher etwas ruhigere Typen. Aber auch kochtechnisch scheinen sie eine perfekte Ergänzung zu sein. Nick ist Pasta-Spezialist, während Mick auf Reis steht und am liebsten Risotto zubereitet. So ist Abwechslung in dieser Giesener WG garantiert. Nick kocht gerne das Lieblingsrezept seiner Mama: Gefüllte Tortellini mit Schinken und Pilzen sowie Erbsen, alles zusammen in der Pfanne gebraten. Immer montags ist Einkaufstag bei Nick und Mick. Mit dem Auto geht es in die Supermärkte, das Zeitkontingent dafür ist angesichts der Trainingszeiten allerdings begrenzt. Aber einmal die Woche gehen sie auch aus, am liebsten in „Bestes“ Pfannkuchenhaus in der Hildesheimer Fußgängerzone. Mick Andrei zog schon kurz nach seiner Geburt nach Deutschland und lebte seitdem in der Voreifel. Als Dürener kam er zwangsläufig zum Volleyball, Düren gilt seit Jahrzehnten als echte Hochburg. In Düren spielte er auch bereits in der 1. Bundesliga, bekam aber dort nicht genügend Spielanteile. Da kam ihm ein Angebot des TSV Giesen/48 Hildesheim genau recht. Nächstes Jahr möchte er wieder auf höchstem Bundesliga-Parkett spielen, die Weichen sind nach acht Spieltagen schon gestellt, Giesen/Hildesheim steht derzeit auf Tabellenplatz zwei, aber mit dem besseren Minuspunktekonto. Nach der Schule lernte er Industriekaufmann und absolvierte den Zivildienst in Deutschland, zurzeit konzentriert er sich ganz auf Volleyball. Zusätzlich trainiert er unter der Woche in Giesen noch eine Jungenmannschaft. „Das macht richtig Spaß. Ich bin kein Bürotyp. Nach meiner Volleyball-Karriere kann ich mir einen kombinierten Job vorstellen, Trainer und Ernährungsberater“, so Mick im Gespräch mit der HAZ. Da kann er sich bei Nick noch den einen oder anderen Kochtipp abholen: „Nick ist der bessere Koch von uns.“ Nick Goldsbrough-Reardon kennt derartige WG-Leben. In den USA lebte er während seines Studiums in einem Internat direkt auf dem Campus. Zuletzt spielte er für den Club UC Irvine in der NCAA-Liga in der 1. Division, der Top-Volleyball-Liga aller amerikanischen Groß-Universitäten – und gewann auch einmal dort die Serie. Eigentlich orientierte er sich zu Saisonbeginn in Richtung Österreich, bis durch gute Drähte der Kontakt zu den Giesenern hergestellt wurde. (c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung |