HiAZ 11.12.2009, alle Presseberichte 1.Herren aus der Saison 2008/2009

TSV will die Aufgabe stemmen

Heimspiel gegen den Tabellenfünften Tecklenburger Land am Sonnabend

Giesen/Hildesheim (cen). Der Schlussspurt bis zur inoffiziellen Herbstmeisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga läuft. Noch können sich fünf Mannschaften berechtigte Hoffnungen machen, die Hinrunde als Spitzenreiter zu beenden. Dazu gehört auch Erstligaabsteiger TSV Giesen/48 Hildesheim. Voraussetzung wäre allerdings ein Heimsieg am Sonnabend, 20 Uhr, über den VCB Tecklenburger Land – als Tabellenfünfter ebenfalls noch sehr aussichtsreich im Rennen.

Michael Schöps, Trainer des TSV/48 hatte schon frühzeitig gemutmaßt, die Liga sei in diesem Jahr besonders ausgeglichen. Und tatsächlich: Zwar ist erst weniger als die Hälfte der Saison absolviert, aber ein klarer Favorit konnte sich bislang nicht herauskristallisieren. Die Giesen/Hildesheimer haben es bei ihren zwei Heimniederlagen gegen Schöneiche und Delbrück selbst leidvoll erfahren, was passiert, wenn man am Wochenende keine Top-Leistung aufs Feld bringt.

Andererseits hat das neuformierte Team auch schon erstklassige Darbietungen gezeigt. Nicht zuletzt beim 3:0-Erfolg gegen den derzeitigen Tabellendritten aus Essen. In den vergangenen Wochen präsentierten sich Kapitän Alexander Schnipkoweit und seine Mitstreiter jedoch zusehends wankelmütiger. Glanzvollen Sätzen folgten plötzliche Schwächephasen. So wurschtelte sich der TSV/48 mehr oder weniger souverän etwa in Warnemünde zum Sieg.

„Kampf und Einsatzwillen stimmen. Und darauf lässt sich prima aufbauen“, meint Coach Schöps. Gegen die Mannschaft aus dem Tecklenburger Land wird dies vermutlich nicht reichen. Seit September haben die Schützlinge von Trainer Uwe Wallenhorst auswärts nicht mehr verloren. Zuletzt setzten sie im Achtelfinale des Deutschen Volleyball-Pokals ein Ausrufezeichen, als sie in eigener Halle dem Erstliga-Spitzenteam aus Rottenburg nach harter Gegenwehr immerhin einen Satz abnehmen konnten. In der Liga steht der VCB derzeit mit 14:6 Punkten nur zwei Zähler schlechter da als Giesen/Hildesheim.

Für Schöps‘ Mannen wird es darum gehen, endlich auch einmal vor eigenem Publikum eine überzeugende Leistung abzuliefern. „Tecklenburg ist eine spielstarke, sehr engagierte Mannschaft. Es gibt keinen Grund, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Vielleicht braucht meine Mannschaft diesen Druck“, meint Schöps. Hinter dem Einsatz von Diagonalspieler Henning Machtens steht ein Fragezeichen, und wer am Sonnabend den Part des Liberos übernimmt, ist ebenfalls offen. Dennoch lässt die Mannschaft keine Zweifel aufkommen, dass sie die Hausaufgabe stemmen will.

In der Vorweihnachtszeit kann sich der TSV/48 als absolute Spitzenkraft der 2. Liga etablieren. Denn nach dem Tecklenburg-Spiel geht es eine Woche später zu Tabellenführer Bayer Leverkusen. Je stärker die Gegner, desto stärker Schnipkoweit & Co. Wenn diese Gleichung aufgeht, steht dem Gewinn des Herbstmeistertitels nichts mehr im Weg.

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