HiAZ 22.01.2010, alle Presseberichte 1.Herren aus der Saison 2008/2009

Akute Stolpergefahr

TSV/48 muss beim SV Lindow/Gransee auf der Hut sein

Giesen/Hildesheim (cen). „Achtung, akute Stolpergefahr!“ Sollte dieser Warnhinweis auch am Sonntag noch vor der Sporthalle des SV Lindow/Gransee stehen, hätte dies nichts mit einem neuerlichen Wintereinbruch zu tun. Vielmehr müssen die Zweitliga-Volleyballer des TSV Giesen/48 Hildesheim übermorgen auf der Hut sein, bei ihrem Gastspiel im Brandenburgischen nicht ins Straucheln zu geraten. Gelingt dem Tabellenführer am Sonntag jedoch eine ähnlich konzentrierte Leistung wie am Vorwochenende gegen VCO Berlin, dürfte der 14. Saisonsieg im 16. Spiel nicht in Gefahr sein. Spielbeginn ist um 15 Uhr in der Dreifelderhalle in Gransee.

Der 3:0-Erfolg vom vergangenen Freitag war ein Start nach Maß in die Rückrunde, an deren Ende – wenn möglich – die Meisterschaft und die Rückkehr in die 1. Liga stehen soll. „Vieles war so, wie wir es trainiert haben. An einigen Stellen hapert es jedoch immer noch.“ Sehr vorsichtig fällt die Bilanz von Trainer Michael Schöps nach dem Berlin-Spiel aus. Als traue er dem Braten nicht. Dabei gibt es durchaus Anlass, sehr selbstbewusst in die nächsten Begegnungen zu gehen.

Henning Machtens hat nach wochenlanger Verletzungspause wieder wichtige Akzente auf der Diagonalposition gesetzt. Philipp Bergmann hat sich nach seiner Rückkehr aus Tecklenburg sofort in die Mannschaft integriert und ist vielseitig einsetzbar. Alexander Schnipkoweit, der gegen Berlin verletzungsbedingt passen musste, wird in Gransee wieder aktiv dabei sein. Im Mittelblock und auf der Diagonalposition hat Trainer Schöps also reichlich Auswahl.

Der SV Lindow/Gransee hätte den Jahresstart 2010 am vergangenen Wochenende in eigener Halle fast völlig versemmelt. Das Team um Spielmacher Maik Schmiedecke und Gil Ferrer Cutino (spielte in der vergangenen Erstligasaison noch für Giesen/Hildesheim) unterlag zunächst am Sonnabend Lüneburg mit 2:3 und lag am Sonntag gegen Delbrück erneut mit 0:2 Sätzen im Hintertreffen. Mit einem wahren Kraftakt konnte der SV das Schlimmste verhindern und gewann schließlich noch mit 3:2. Derzeit rangiert der Aufsteiger im gesicherten Mittelfeld.

Das Hinspiel endete nach einer der besten Vorstellungen des TSV/48 mit einem nie gefährdeten 3:0-Erfolg für Giesen/Hildesheim. Doch sowohl diese Statistik als auch die derzeitige Tabellensituation kümmern Michael Schöps nicht. Er tut gut daran, auf die Euphoriebremse zu treten: „In Lindow/Gransee hat schon Bayer Leverkusen als Spitzenreiter verloren.“ Vermutlich haben die Rheinländer das Schild vor der Sporthalle nicht gesehen.

(c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung