HiAZ 12.02.2010, alle Presseberichte 1.Herren aus der Saison 2008/2009

Verlieren absolut verboten

TSV Giesen/48 Hildesheim will sich beim Schlusslicht in Windeck keine Blöße geben

Giesen/Hildesheim (cen). Das Fernduell in der 2. Volleyball-Bundesliga zwischen dem TSV Giesen/48 Hildesheim und dem TSV Bayer 04 Leverkusen geht in die nächste Runde. Die Konkurrenten um die Meisterschaft sind an diesem Winterwochenende auf Achse.

Der TSV/48 spielt am Sonnabend im Siegerland gegen Germania Windeck. Leverkusen ist im Norden unterwegs, tritt am Sonnabend in Kiel und am Sonntag in Lüneburg an. Die drei Gegner haben eines gemeinsam: Allesamt zittern sie um den Klassenerhalt.

Nach 16 Spieltagen haben Spitzenreiter Leverkusen und Verfolger Giesen/Hildesheim  jeweils 26:6 Zähler auf dem Konto. Beim Satzverhältnis hat das Bayer- Team allerdings einen Vorsprung von vier Sätzen. Beim Kaffeesatzlesen für Fortgeschrittene heißt das: Gibt sich, erstens, in den nächsten Wochen keine der beiden Mannschaften eine Blöße, kommt es am letzten Spieltag am 17. April in Giesen zum großen Aufstiegsfinale. Und, zweitens, für den TSV/48 gilt bis auf weiteres die Devise „Verlieren absolut verboten!“, denn sonst wäre der Sprung in die 1. Liga aus eigener Kraft nicht mehr zu schaffen.

Spielen die Schützlinge von Trainer Michael Schöps jedoch so fulminant auf, wie am vergangenen Wochenende gegen Essen, sollte niemandem im Lager der Giesen/Hildesheimer bange sein. Schon gar nicht vor der Partie gegen das Tabellenschlusslicht Windeck.

Schöps warnt jedoch, „den Sieg herbeireden“ zu wollen. „Auf diese Weise hat noch niemand gewonnen“, lautet die entsprechende Trainerweisheit. Schöps dreht und schraubt derzeit an seiner Mannschaft herum, dass es eine wahre Freude ist. Gebeutelt durch die wohl längerfristigen Ausfälle von Benny Stefanski und Alexander Schnipkoweit, musste der Coach seine Startformation schon vor dem Spiel gegen Essen umsortieren. So kam neben Michael Andrej auch Dauerreservist Arwed Eilitz zum Einsatz. Und er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Schöps anschließend fand, Block und Feldabwehr seien sehr ansehnlich gewesen.

Eine zweite Personalie sorgte bei Fans und Gegner für noch größeres Erstaunen: Dirk van Zwoll wechselte für Edson Barbosa da Silva auf den Liberoposten, der Brasilianer konnte dafür im Außenangriff seine Stärken noch mehr zur Geltung bringen. Routinier van Zwoll ist nach Martin Rühling und Barbosa mittlerweile der dritte Libero, den der TSV/48 in dieser Saison einsetzt. Die Annahme war stets der Schwachpunkt im Spiel des Aufstiegsaspiranten. Das soll sich mit dieser neuerlichen Umstellung nun endgültig ändern.

(c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung