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HiAZ 15.02.2010, alle Presseberichte 1.Herren aus der Saison 2008/2009 Puuh, das war knapp 3:2 – TSV 48-Volleyballer tun sich beim Schlusslicht sehr schwer VON CARSTEN ENS Vor sage und schreibe 43 Zuschauern schien die Partie zunächst den erwarteten Verlauf zu nehmen. Mit 25:18 und 25:14 dominierten die Gäste in den ersten Sätzen nach Belieben. Schöps durfte zufrieden sein mit dem konzentrierten Auftritt seiner Mannschaft. Getreu dem Trainergrundsatz „Keinen Gegner unterschätzen!“ trumpfte der TSV/48 auf. Spielmacher Maximilian Kaufmann konnte schalten und walten, und seine Angreifer sammelten Punkt um Punkt. Eine gute Abstimmung von Block und Feldabwehr tat ihr Übriges. Doch womit niemand gerechnet hatte, trat plötzlich ein: Windeck schaffte mit dem Rücken zur Wand nach einem 10:16-Rückstand im dritten Spielabschnitt ein großartiges Comeback, das fast mit einer faustdicken Sensation endete. Beim 21:19 für Giesen/Hildesheim riss beim haushohen Favoriten total der Faden. Sechs Punkte in Folge erlaubte der selbst ernannte Meisterschaftsanwärter dem designierten Absteiger und somit den Satzanschluss zum 1:2. In der Folgezeit präsentierte sich der TSV/48 völlig von der Rolle. Gegen einen Gegner, der seit dem 11. Oktober 2009 nicht mehr gewonnen hat, taumelte der Erstligaabsteiger von einer Verlegenheit in die nächste. Die Quittung kam prompt, denn auch dieser Satz ging mit 25:22 an die Hausherren. War es Routine, war es Glück, war es Trotz? Wie auch immer: Im fünften Durchgang fanden die Gäste wieder zurück in die Erfolgsspur. Über 8:6 und 11:9 verteidigten sie hartnäckig einen knappen Vorsprung. Die Vorentscheidung fiel jedoch erst mit dem Punkt zum 14:10. Großen Anteil daran hatte Mittelblocker Michael Andrei, der drei Angriffsbälle der Windecker entschärfen konnte und dadurch seiner guten Leistung die Krone aufsetzte. Einen Ball konnte Windeck danach noch für sich verbuchen, ehe mit dem 15:11 für Giesen/Hildesheim durch Hauke Wagner diese Zitterpartie zu Ende ging. Der gebürtige Bonner Michael Schöps kommentierte den Spielverlauf passend zur Karnevalszeit mit rheinischem Humor: „Ich bin ein Trainer, der sich super freut über den Sieg. Aber auch ein Trainer, der total sauer über die Leistung seiner Mannschaft ist. Helau!“ Der Groll über den leichtfertig aufs Spiel gesetzten Erfolg verflog aber schnell – spätestens im Mannschaftshotel, wo das Team die Nacht verbrachte, ehe es sich am Sonntag auf die strapaziöse Rückfahrt aus dem verschneiten Siegerland machte. An der Tabellenspitze bleibt Bayer Leverkusen. Das Team gewann am Sonnabend in Kiel knapp mit 3:2 und gestern klar mit 3:0 in Lüneburg. (c) Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung |